Band
Rolf's beginning...

In der Vinyl-Sammlung meines Stiefvaters gab es eine Scheibe von Lightnin` Hopkins, auf dem Cover er selbst mit Hut, Sonnenbrille und rotem Schal, das Ganze grün umrandet („really the Blues“). Das war meine erste Begegnung mit dem Blues, der mich seitdem durchs Leben begleitet. Von meinem Opa hatte ich eine Höfner Konzertgitarre geerbt. Die habe ich dann mit Stahlsaiten bespannt, einen Schaller-Tonabnehmer im Schallloch versenkt und an mein altes Röhrentonbandgerät angeschlossen (Marke Philips, ebenfalls vom Opa). Üben gehörte im Teenie-Alter allerdings nicht zu meinen Stärken. So landete die gute, alte Höfner bald in irgendeiner Ecke. Hatte sowieso wegen der Stahlbespannung einen Hals wie `ne Banane und war zum Spielen kaum noch zu gebrauchen….

Die Liebe zum Blues(-hören) aber blieb. Lange Zeit später ist mir dann eine „Lucille“-Kopie von Hohner in die Hände gefallen. Mit der habe ich wieder losgelegt. Seitdem sieht man mich nur noch selten ohne „6-Saiter“. Irgendwann stand ich dann das erste Mal bei der Kasseler Blues-Session auf der Bühne. Dort liegen auch die Ursprünge von Chicago Line. Wir spielen jetzt seit einigen Jahren in unveränderter Besetzung zusammen, sind über die Musik zu Freunden geworden und haben inzwischen einiges an Gigs hingelegt. Von mir aus kann das noch Jahre so weitergehen….

Lieblingsgitarristen habe ich so einige. Neben den „Klassikern“ - wie T-Bone Walker, Magic Sam und B.B. King - gehören vor allem Mel Brown, Alex Schulz und aus deutschen Landen Andreas Arlt von B.B. & the Blues Shacks dazu. Für die Shacks haben wir mit Chicago Line im Februar 2007 mal eröffnet. War klasse…